Montag, 5.08.2013, 6:30 Uhr, der Wecker klingelt. Wir wollen früh los, um nicht zu viel Rückstand zu unserer Planung zu bekommen und wer weiß schon, wann wir das nächste mal in den Genuss einer heißen Dusche kommen. Das Frühstück verlegen wir auf später, hoffen wir doch in Dagebüll einen Bäcker oder kleinen Laden zu finden. Die Fahrt verläuft problemlos und so stehen wir kurz nach halb zehn am ersten Döschen, die frische Nordseeluft in der Nase und den Wind in den Haaren.

Ein kurzer Abstecher in die aufkommende Flut, nochmal die Füße kühlen, die nächsten Tage werden hart, bevor wir uns auf den Weg zu Cache Nr. 2 und anschließend in den kleinen Dorfladen machen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Brötchen und Kaffee machen wir uns nun wirklich auf den Weg nach Osten.

Entlang einer Bahnlinie führen uns die Caches zwischen Feldern und Weiden hindurch. Die Sonne brennt von einem blauen Himmel herab, doch der Wind kühlt und die Wärme ist erträglich. Weniger erträglich ist das Gewicht meines Rucksacks, der sich irgendwie nicht so richtig an meinen Körper anpassen lassen will. Immer wieder zuckel ich hier und da an einer Stelle rum die gerade mal wieder drückt. Für ein paar Meter habe ich dann Ruhe, bevor eine andere Stelle mehr oder weniger unangenehm auf sich aufmerksam macht. Wie viele Kilo genau wir eigentlich durch die Gegend tragen weiß ich nicht, aber grobe Schätzungen lassen uns auf 15-17 kg kommen, je nach Wasser- und Nahrungsfüllstand.

Aber wir kommen ganz gut voran und gegen halb vier erreichen wir einen kleinen See, an dem wir gerne unsere Füße abkühlen würden. Leider lädt der Anblick des brackigen Wassers, in dem einige altersschwache Boote dümpeln, nicht wirklich dazu ein unsere Füße darin zu baden und so machen wir einfach nur im Schatten der Nahen Bäume eine etwas längere Rast.

Kurz nachdem wir weitergezogen sind entdecken wir doch noch eine einladendere Stelle am See und stecken kurz entschlossen doch noch kurz die Füße in das kühlende Wasser.

Gegen halb 6 erreichen wir den Bonus der 1. Abschnitts und liegen damit einiges hinter unserem groben Zeitplan, der das Ende des 2. Abschnitts als heutiges Ziel vorsieht. Und so wollen wir bis zum Ende des heutigen Tages wenigstens noch die erste Hälfte des 2. Abschnitts schaffen. Als wir bei Cache 2.15 keine Dosen finden können, unsere Füße schon viel zu lange nach Ruhe schreien und wir sowieso ziemlich k.o. sind, beschließen wir ein Plätzchen für unser Zelt zu suchen.

Ein Blick auf die Wettervorhersage verspricht eine regenfreie Nacht und so schlagen wir unser Zelt zwischen einem kleinen Deich und einem alten Wasserpumpwerksgebäude auf, welches uns etwas Sichtschutz bietet. Viel los ist allerdings nicht, schon den ganzen Tag sind uns nach Dagebüll nur eine handvoll Menschen begegnet und so wollen wir nur nicht allzu offensichtlich für die Bauernhöfe in Blickweite zelten.

Nach einem warmen Abendessen fallen wir noch vor Sonnenuntergang auf unsere Isomatten und lauschen kurz den leisen Geräuschen der Natur, bevor uns die Augen zufallen.

(C) Fotos von Anne

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Von Janni