Mittwoch, 7.08.2013, 7:00 Uhr, es ist kalt. Richtig kalt. Aber dank Decke musste auch ich in meinem Sommerschlafsack nicht frieren. Die Nacht verlief ohne besondere Vorkommnisse und nach der kurzen Morgenwäsche im warmen Haus werden wir noch zum Frühstück eingeladen. Zur Feier des Tages (meine Wanderbegleitung hat heute Geburtstag) mit Frühstücksei 🙂

Wir bewundern noch kurz den tollen Garten, in dem wir die letzte Nacht verbracht haben, bevor wir zusammen packen, uns herzlich verabschieden und mit vielen guten Wünschen im Gepäck unseren Weg „Zwischen den Meeren“ weiter wandern.

Zuerst wandern wir durch ein kleines Waldstück, welches Schatten spendet und uns auch mal andere Tiere erblicken lässt. Neben niedlichen kleinen Kröten finden uns vor allem Mücken und Zecken ganz besonders lecker. Um nicht bei jeder Dose regelrecht zerstochen zu werden, nebeln wir uns mit Mücken- und Zeckenschutz ein und können sie relativ unbehelligt die weiteren Döschen im Wald suchen.

Wir kommen gut voran und schaffen heute 58 Dosen (gestern 40, vorgestern 39), bevor die Füße ihr Veto einlegen noch eine bisschen weiter zu wandern. Aufgrund der guten Erfahrung probieren wir auch hier privat einen Platz für unser Zelt zu finden, bleiben aber leider erfolglos. Wir sind auch praktisch schon mitten in Schafflund, einer Gemeinde, die schon zu Schleswig-Flensburg zählt und nicht mehr zu Nordfriesland. Und während uns in Nordfriesland noch jede der wenigen Menschenseelen, denen wir begegnet sind, ein freundliches „Moin“ entgegen gerufen hat, stoßen wir in diesem 2500 Einwohnerdorf auf eher städtisches Nichtbeachtungsgebaren.

Zufällig treffen wir aber denjenigen, der für den aktuellen Abschnitt der Trails „Zwischen den Meeren“ verantwortlich ist und bekommen noch einen Tipp, wo wir vielleicht unser Zelt aufschlagen können. Leider gibt es dort aber zur Zeit ein Ungezieferproblem und so beschließen wir, wieder einmal, mit dem Bus zum Campingplatz nach Leck zu fahren.

Die Frau vom Empfang erkennt und wieder und so sind die Formalität schnell geklärt und wir schlagen unser Zelt unter einem Blätterdach auf. Sturmsicher, hoffentlich. Mit einer heißen Dusche und einem gemütlichen Abendessen lassen wir den Abend ausklingen und verbringen auch diese Nacht wieder in Nordfriesland.

(C) Fotos von Anne

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Von Janni