Freitag, 9.08.2013, 6:30 Uhr, der Wecker klingelt und ein neuer, sonniger Morgen begrüßt uns. Zwar gibt es heute kein Geburtstags Ei, aber wir liegen gut im Wanderplan und sollten Mittags am Ziel ankommen. Da sollte doch noch Zeit für einen Besuch in Flensburg und ein leckeres Stückchen Kuchen im Café sein.

Aber erst einmal wird ordentlich gefrühstückt, das Zelt zum trocknen praktischer Weise einfach aufgehängt, bevor wir anfangen zusammen zu packen und die letzten km unter die doch schon deutlich müden Füße zu nehmen.

Das Wetter meint es gut mit uns, die Wegführung eher weniger, so müssen wir für einen Bonus nochmal ein ganzen Stück zurück, bevor eine lange Durststrecke ohne Dose uns durch den nächsten Ort leitet.

Doch dann liegt sie vor uns. Die Flensburger Förde, der, glaube ich zumindest mal, westlichste Zugang zur Ostsee, auf deutscher Seite. Nach einem kurzen Stopp machen wir uns noch auf die letzten Höhenmeter (wer hätte gedacht, dass wir hier noch hochlaufen müssen) zum Super Bonus, den wir erfolgreich und überglücklich finden. Wir schreiben einen ausführlichen Logbucheintrag, futtern ein paar „FinisherKekse“ und genießen einfach nur angekommen zu sein.

Mit dem Bus fahren wir zurück nach Flensburg zum Auto, laden die schweren Rucksäcke ab und laufen ein wenig im Flensburger Hafen und in der Fußgängerzone rum. In einem kleinen Café finden wir einen leckeren Kuchen und ich gönne mir einen Mango Lassi. In der TouristenInfo erkundigen wir uns nach allen in der Umgebung befindlichen Campingplätzen und entscheiden uns für den auf der dänische Ostseeseite gelegenen Platz, welcher nur wenige km von der letzten gefundenen Dose entfernt liegt.

Nachdem wir das Zelt aufgebaut haben, schnappen wir uns die Handtücher und begeben uns an den Strand. Mir ist es zu kalt, aber meine mutige Begleiterin wagt sich in die kühlen Fluten. Und so genießen wir die letzten Sonnenstunden am Strand, bevor wir glücklich und zufrieden ein letztes Mal in unsere Schlafsäcke kriechen.

Wir haben es geschafft. In 4,5 Tagen sind wir zu Fuß von Dagebüll an der Nordsee nach Wassersleben an der Ostsee gewandert. Wir haben dabei 229 Caches gefunden, knapp 101 km unter die Füße genommen, wirklich tolle Leute kennengelernt und Wind und Wetter getrotzt. Danke an alle, die uns unterstützt haben.

Und danke an dich, Anne, für die tolle Zeit, die wir auf unserem Weg Zwischen den Meeren hatten.

(C) Fotos von Anne

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Von Janni

3 Gedanken zu „Zwischen den Meeren – Tag 5: ZdM 8.11 – Super Bonus“
  1. Beim Lesen der Berichte fühle ich mich wieder zurückversetzt in den schönen Norden.
    Danke Janni für die schönen Tage mit dir!

  2. Coole Tour, auch wenns dort keine Berge gibt. Aber Ziegen und Schafe entschädigen das angemessen, bin fast neidisch auf dieses Erlebnis.

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