Alle guten Dinge sind 3 und so ging es auf die 4. Etappe der Murgleiter. Die geht offiziell von Schönmünzach nach Baiersbronn, wir wollten sie aber wieder in die andere Richtung laufen, da sie mit offiziellen 23,4km / 700 hm doch recht anspruchsvoll ist und man so rum die Möglichkeit hat, schon in Schwarzenberg auszusteigen, wenn die Beine nicht mehr mitmachen wollen.
In Baiersbronn ging es erstmal sacksteil den Weg hoch, den wir gestern heruntergekommen sind. Dafür wurden wir mit einem schönen Ausblick belohnt. Es geht am Hang lang, bis wir in ein Tal einbiegen und plötzlich vor einer etwas unklaren Absperrung stehen. Da mein GPS auch keine wirkliche Alternative vorschlägt, probieren wir es einfach und laufen auf einem wunderschönen Weg, der jäh in einem Chaos endet.
Wir schlagen uns oberhalb durch und müssen einen ziemlich großen Umweg laufen, bis wir wieder auf den ausgewiesenen Weg finden. Während wir eine kurze Pause machen, zieht es plötzlich zu und der blaue Himmel wird dunkel. Als wir weiter laufen, immer am Tonbach entlang, fängt es leicht an zu nieseln, wird aber schnell wieder heller.
Dann biegen wir vom Bach ab und jetzt wird es anspruchsvoll, über schmale, wurzelige und steinige Pfade geht es bergauf. Es wird auch wieder dunkler und das Regenradar der Wetterapp zeigt ein grösseres Regenband auf uns zukommen. Wir machen in einer kleinen Schutzhütte eine kurze Pause, entscheiden uns dann aber doch noch weiter zu laufen, oben soll es eine weitere Schutzhütte geben.

Auf dem Weg weiter bergauf fängt es dann doch an ordentlich zu regnen, dank Blätterdach werden wir aber nicht allzu sehr nass und finden zusammen mit zwei eBikern Unterschlupf in der nächsten Schutzhütte. Kurz nach uns kommt ein anderes Wanderpaar und wir unterhalten uns einige Zeit, bis der Regen nachlässt und wir uns alle wieder auf unsere Wege machen.
Wir kommen zur Aussichtsstelle Huzenbacher See und ab hier geht es recht anspruchsvoll runter zum Huzenbacher See. Am See machen wir eine kurze Pause, bevor es weiter geht und wir an einem Kneipp Becken vorbeikommen.
Und wenn wir schon wandern, dann können wir auch kneippen. Also Schuhe aus und rein ins kalte Nass. Wenig später erreichen wir Schwarzenberg und entscheiden uns hier abzubrechen. Durch den Umweg haben wir bereits 21 km auf der Uhr, bis Schönmünzach wäre es noch mehr als sechs km, das wollen die Beine nicht mehr mitmachen und so laufen wir den direkten Weg nach Schönmünzach und beenden den heutigen Tag nach fast 23 km und 705 hm.










Nachtrag
Leider mag mein Körper nicht ganz so, wie mein Kopf möchte und so meckern meine Achillessehnen über die ungewohnte Belastung. Um sie nicht weiter zu verärgern, laufen wir die nächsten Tage keine weiteren Abschnitte der Murgleiter mehr, sondern drehen nur kleinere Runden.
Am Tag der Abreise nehmen wir den noch fehlenden Abschnitt von Schwarzenberg nach Schönmünzach unter die Wandersohlen. Bis auf einen kleinen Trail verpasst man auf diesem Abschnitt aber nicht viel. Lediglich die Hütte kann für hungrige Wanderer ein willkommenes Zwischenziel sein. Somit komplettieren diese 8,7 km und 272 hm den 4. Abschnitt der Murgleiter.
Die zwei verbleibenden Abschnitte wollen wir ein anderes Mal erlaufen. Zum Glück ist die Anfahrt nicht so weit, sodass ein WE vollkommen ausreicht.